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Jan 08 2017

Zuschuss für einen Treppenlift

Bei vielen älteren Bürgern, die schlecht laufen können oder bei Menschen, welche nach einem Unfall oder einer Krankheit längerfristig gehbehindert sind, entsteht der Gedanke, sich einen Treppenlift anzuschaffen. Doch so ein Hilfsmittel ist nicht ganz billig und manch ein Patient kann es nicht aus eigener Tasche bezahlen. Hier stellt sich die Frage, ob ein Betroffener Zuschüsse zum Beispiel von der Krankenkasse oder anderen Institutionen beantragen kann.

 

Gibt es einen Zuschuss für den Einbau eines Treppenliftes?

Wenn Senioren einen Lift einbauen lassen, so ist dies rechtlich gesehen eine Wohnraumanpassung an die Bedürfnisse eines erkrankten Bürgers. Die Pflegeversicherung bezuschusst einmalig den Einbau dieses Hilfsmittels, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:
Zunächst muss der medizinische Dienst eine Zuordnung in eine der drei Pflegestufen vornehmen. Dann kann der Patient den Antrag „Zuschuss zur Verbesserung des häuslichen Wohnumfeldes“ stellen. Dieser Antrag kann nur einmalig gestellt werden. Allerdings ist es auch möglich, diesen Antrag rückwirkend zu erteilen, wenn erst der Lift angeschafft wurde, und dann die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgte.

 

Müssen Senioren oder Gehbehinderte Eigenanteile zuzahlen?

Zunächst gilt, dass der Antragsteller zehn Prozent Eigenanteil bei der Anschaffung dieses Hilfsmittels zu bezahlen hat. Allerdings liegen hier die Einkommensgrenzen zur Bemessung des Eigenanteiles zu Grunde. Sollte der Bruttoverdienst sehr gering sein, verschieben sich die Eigenanteils Leistungen. Wenn Senioren ohne eigenes Einkommen einen Lift benötigen, entfällt der Eigenanteil.

 

Wie stellt der Patient diesen Antrag?

Es ist notwendig, sich entweder nach einem gebrauchten oder einem neuen Treppenlift um zusehen. Wenn ein neuer Lift eingebaut werden soll, muss ein Kostenvoranschlag angefordert werden. Dieser Kostenvoranschlag, der formlose Antrag „Zuschuss zur Verbesserung des häuslichen Wohnumfeldes“ und eine Kopie der erteilten Pflegestufe werden an die zuständige Pflegekasse gesandt. Der Antragsteller kann sich von seinem Arzt bestätigen lassen, dass die Anschaffung eines Treppenliftes für die Erhaltung seiner Gesundheit notwendig ist. Je mehr schriftliche Argumente der Patient einreicht, die beweisen, dass so ein Hilfsmittel für die Erhaltung der Gesundheit angebracht wäre und eine verbessernde Maßnahme seines Wohnumfeldes darstellen, um so besser steht es um die Bezuschussung seines Antrages.
Bisher beteiligte sich die Pflegekasse mit etwa 2557.- Euro an einem Aufzug. Ab Januar 2015 erhöht sich der Betrag auf einmalig 4000.- Euro.

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