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Mai 10 2017

Informationen zum Thema: Medikamente online bestellen

Der Versandhandel mit Arzneimitteln ist in Deutschland seit 2004 erlaubt. Die Online-Apotheken müssen dieselben Anforderungen wie jede niedergelassene Apotheke erfüllen. Mittlerweile gibt es rund 3000 Versandapotheken. Für den Verbraucher besonders wichtig zu wissen ist, wie er eine seriöse Online-Apotheke erkennt und wann sich eine Bestellung im Internet für ihn lohnt.

 

Wie erkennt man einen seriösen Anbieter?

Gerade beim Thema Gesundheit ist Seriosität sehr wichtig. Um diesbezüglich eine erste Orientierung zu erhalten, lohnt sich ein Blick in das Impressum der Apotheken-Internetseite. Hier müssen neben Adresse und Telefonnummer auch die Aufsichtsbehörde und die zuständige Apothekenkammer aufgeführt sein. Außerdem ist jede Online-Apotheke gesetzlich dazu verpflichtet, einen Beratungsservice z. B. in Form einer Telefonhotline anzubieten. Ein entscheidendes Kriterium ist, dass die Apotheke im Versandapothekenregister aufgeführt ist. Dieses Register wird vom Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) geführt und regelmäßig aktualisiert. Außerdem sollte man nur in Online-Apotheken bestellen, die mit einer verschlüsselten Verbindung, wie dem SSL-Verfahren, arbeiten.

 

Wann lohnt sich eine Online-Bestellung von Medikamenten?

Man kann bei einer Versandapotheke sowohl rezeptfreie als auch rezeptpflichtige Medikamente bestellen. Bei den rezeptfreien Arzneimitteln darf der Preis frei kalkuliert werden. Daher gibt es hier in der Regel eine Ersparnis von mindestens 30 % im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Oft ist die Ersparnis sogar noch größer, teilweise sogar bis zu 60 %. Da die Preise in den einzelnen Versandapotheken sehr unterschiedlich sein können, empfiehlt sich die Suche nach der günstigsten Apotheke über eine Preissuchmaschine. Hier muss man nur die Pharmazentralnummer (PZN) des gewünschten Medikaments, den Namen des Medikaments oder ein Suchwort, z. B. eine Krankheit oder einen Wirkstoff, eingeben und erhält dann eine Auflistung, angefangen beim günstigsten Präparat. Mit einem Klick gelangt man dann auf die Seite der entsprechenden Versandapotheke. Allerdings muss man vor der Bestellung die AGB´s bzw. die Versandbedingungen lesen, denn die Versandkosten sind sehr unterschiedlich. Im Schnitt erheben die Apotheken eine Versandgebühr von 4 bis 5 Euro für rezeptfreie Medikamente. Erst bei einem Mindestbestellwert fallen diese weg. Dieser beträgt allerdings mindestens € 20, meistens aber eher € 40, teilweise sogar bis zu € 75. Diese Zusatzkosten muss man natürlich berücksichtigen, so dass sich eine Bestellung nur bei teuren Medikamenten lohnt. Außerdem funktioniert das auch nur, wenn man das Arzneimittel nicht dringend benötigt, da die Versandzeit in der Regel 2 bis 3 Tage beträgt.

 

 

Verschreibungspflichtige Medikamente besser in der niedergelassenen Apotheke kaufen

Rezeptpflichtige Medikamente unterliegen dem deutschen Arzneimittelrecht, welches vorschreibt, dass alle Apotheker diese Medikamente zum selben Preis verkaufen müssen. Somit fällt die Preisersparnis im Versand weg. Dafür erhält man die Medikamente aber versandkostenfrei bis zur Haustür gebracht. Allerdings muss man das Rezept im Original zusammen mit dem Bestellschein erst einmal an die Apotheke schicken. Die Portokosten übernimmt die Apotheke. Von der Bestellung bis zur Lieferung vergehen dann ca. 4 Tage. Eine Akutversorgung über eine Versandapotheke ist somit nicht möglich. Daher sollte man sich in diesem Fall lieber an die Apotheke in seiner Nähe wenden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in folgendem Artikel.

 

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