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Geschlechtstrieb wieder ankurbeln

Gewicht zu verlieren ist gut und schön, aber was, wenn dieser positive Effekt auch einige negative Begleiterscheinungen mit sich bringt? Allen voran steht hier der Verlust der Libido, welcher sich vor allem bei Männern, die sich für eine Low-Fat-Diät entschieden haben, bemerkbar macht.
Was es damit genau auf sich hat und wie man seinen Traum von einem perfekten Körper verwirklicht, ohne seinen Sexdrive auf Dauer zu riskieren, sind Aspekte, die in dem folgenden Beitrag diskutiert werden sollen. 

Das Ideal vom Traumbody

Eitelkeit ist bekanntermaßen eine Zierde und ein wohlproportionierter Körper gehört einfach dazu. Betrachtet man an dieser Stelle noch die Normen für Schönheit, Attraktivität und Ansehen, mit denen wir tagtäglich sowohl durch die Medien als auch durch einschlägige Zeitschriften und Magazine konfrontiert werden, so ist es nachvollziehbar, dass wir alles daran setzen, diesen zu entsprechen. Und dabei geht es nicht nur darum, andere mit unserem ansprechenden Äußeren zu beeindrucken und letztendlich auch mehr Chancen bei der Partnerwahl zu haben. Vielmehr kommen hier zudem Faktoren wie die Steigerung von Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein ins Spiel. Natürlich tragen diese letztendlich ebenfalls dazu bei, dass wir zusätzliche Punkte für ein erotisches Stelldichein sammeln.

Gehen wir also davon aus, dass unser Ringen um das Idealgewicht in erster Linie dazu dient, unser Sexappeal zu erhöhen, so erscheint es umso paradoxer zu sein, dass viele Maßnahmen zur Gewichtsreduktion uns zwar die ersehnten Traummaße bescheren, uns aber jeglicher Lust berauben, diese nun auch wie erhofft einzusetzen.

Seien es nun übermäßiger Stress, eine unausgewogene Ernährung oder ein Zuviel an körperlicher Bewegung, die Ursachen für ein derart unerwünschtes Resultat sind oftmals vielschichtig.

Für welche Methode man sich also auch entscheiden mag, man sollte dabei nicht vergessen, dass eine gut funktionierende Libido ein gehöriges Maß an Energie erfordert.

Risikofaktor Low-Fat-Diät

Sicherlich ist vielen von uns das Szenario bekannt. Valentinstag, Badeurlaub oder andere besondere Anlässe stehen bevor und wir möchten uns rein physisch nur von unserer besten Seite zeigen. Je nach persönlicher Situation geht es dabei vor allem darum, den jeweiligen Partner bzw. die Partnerin zu überraschen oder die eigene Erfolgsrate hinsichtlich neuer Eroberungen zu erhöhen.

Dass Schlafmangel, übermäßiges Training und extreme Diäten nahezu zwangsläufig zu einem Verlust unserer Libido führen, wird dabei leider oft übersehen.
Dies mag in erster Linie daran liegen, dass eine kalorien- und fettarme Kost auf den ersten Blick nur Vorteile in sich zu bergen scheint. Dazu zählen unter anderem Resultate wie Gewichtsverlust sowie die Optimierung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Wer es hier jedoch zu weit treibt und vollkommen auf den Verzehr von fetthaltigen Speisen verzichtet, braucht sich über ernste Folgeerscheinungen nicht zu wundern. Schließlich gilt es, zwischen ungesunden und gesunden Fettsäuren zu unterscheiden. Letztere umfassen unter anderem die wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, welche unser Körper dringend benötigt, um optimal funktionieren zu können. Entsprechend dürfen Lebensmittel wie Avocados und Fisch, welche einen hohen Gehalt an ‘gesunden’ Fettsäuren aufweisen, auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen, zumal sie einen wesentlichen Einfluss auf unsere Sexualhormone haben.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es bei Männern und Frauen gravierende Unterschiede hinsichtlich der optimalen Aufnahme von Fettsäuren gibt. Während sich eine kleine Dosis von bis zu 15 Prozent an gesättigten Fetten offenbar positiv auf die Bildung von Testosteron bei Männern auswirkt, sollten sich Frauen in ihrem täglichen Speiseplan auf ungesättigte Fette und essentielle Fettsäuren beschränken.

Negative Folgen einer kalorienarmen Ernährung

Dass unser Körper nur optimal funktioniert, wenn wir ihm ausreichend Vitalstoffe zuführen, muss wohl nicht extra erwähnt werden. So überrascht es auch wenig, dass unsere allgemeine Leistungsfähigkeit und damit auch unsere Libido sinken, wenn wir uns auf Dauer auf eine kalorienreduzierte Kost umstellen. Natürlich ist hier vor allem von den ganz extremen Auswüchsen die Rede. Dies ist der Fall, wenn wir weniger als zehn Kalorien pro Pfund Körpergewicht täglich zu uns nehmen. Schließlich beraubt uns eine derart radikale Reduktionskost nicht nur jeglicher Energie für unbeschwerte sexuelle Aktivitäten, sondern sie erstickt auch jeden Hauch von Vorfreude oder Lust im Keim. Denn dass Sex und vor allem guter Sex ein gehöriges Maß an Energie erfordert, dürfte allgemein bekannt sein.

Eine kalorienreduzierte Kost führt hingegen nahezu unweigerlich sowohl zu mentaler als auch zu körperlicher Erschöpfung. Wer also Wert auf ein aktives Sexualleben legt, sollte für einen hohen Energielevel, sprich einem konstanten Gehalt an Glukose, welche aus der Nahrung gewonnen wird, sorgen.

Übermäßiges Workout ruiniert Libido

Ebenfalls tödlich für den Geschlechtstrieb kann ein allzu ambitioniertes Körpertraining sein. Ein Beispiel sind 20 bis 30 Trainingseinheiten pro Woche, welche dem Organismus kaum die erforderliche Zeit der Ruhe und Regeneration bieten. Erste Anzeichen dafür, dass man dahingehend etwas kürzer treten sollte, sind Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsschwäche sowie das hier im Zentrum stehende reduzierte Lustempfinden. In Kombination mit einer kalorienreduzierten Ernährung sind die Begleiterscheinungen noch intensiver und damit auch destruktiver.
Übermäßiges Training zerstört zugleich das mentale Verlangen und die physische Leistungsfähigkeit und gilt daher als eine der Hauptursachen für einen besonders schnellen Verlust der eigenen Libido. Hier ist also Vorsicht geboten. Wer bereits unter einigen der genannten Symptome leidet, sollte sich eine wohlverdiente Pause gönnen. Denn diese führt in der Regel nicht, wie allgemein befürchtet, zu einer Einschränkung der persönlichen Fitness, sondern zu einer Steigerung. Wer seinen Muskeln eine Zeit der Erholung ermöglicht, wird sich schon bald über neue Energie, Vitalität und Kraft freuen können.

Das richtige Maß an Schlaf und Entspannung

Um maximale Leistungsfähigkeit garantieren zu können, benötigt unser Körper ähnlich wie Sport und Ernährung auch ausreichend Ruhe- und Entspannungsperioden. Als Richtwert gelten hier acht bis neun Stunden Schlaf täglich. Diese dienen nicht nur der allgemeinen Regeneration, sondern sorgen sozusagen auch für eine Überholung und Optimierung der Sexualhormone. Schlafmangel hingegen führt abgesehen von physischer Schwäche und Antriebslosigkeit auch zu Stimmungsschwankungen und Gereiztheit. Um das eigene Lustempfinden nicht zu gefährden, sollte man sich also täglich mindestens acht Stunden Schlaf gönnen.

Angesichts der zahlreichen Anforderungen, die die moderne Gesellschaft mit sich bringt, erweist es sich zudem als Vorteil, sich ein effektives Set an Entspannungsübungen zuzulegen. Meditation, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder T’ai Chi sind nur einige der zur Auswahl stehenden Optionen, um eventuellen Stresserscheinungen vorzubeugen, für den notwendigen Ausgleich zum Alltag zu sorgen und sich und den eigenen Körper in jeder Situation unter Kontrolle zu haben.

Traummaße und erfülltes Sexualleben in Einem – der goldene Mittelweg

Möchte man also in jeder Hinsicht in Form sein, so bleibt einem keine andere Wahl, als für eine wohldosierte Kombination aus den oben erwähnten Elementen wie regelmäßiger Bewegung, einer gesunden und ausgewogenen Kost sowie ausreichend Schlaf und Entspannung zu sorgen. Im konkreten Fall bedeutet dies, Extreme zu vermeiden. Frische und natürliche Lebensmittel vorzugsweise aus biologischem Anbau versorgen den Organismus nicht nur mit wichtigen Vitalstoffen, sondern helfen auch, das persönliche Idealgewicht zu halten. Gemäßigte Workouts bringen den Kreislauf in Schwung, garantieren eine feste, straffe Muskulatur und beugen unansehnlichen Fettpölsterchen vor. Konstruktive Methoden der Stressbewältigung wiederum sorgen unter anderem für eine positive und offene Grundeinstellung gegenüber sexuellen Abenteuern.

Berücksichtigt man diese Aspekte und orientiert sich an einem gesunden Lebensstil, welcher neben genannten Faktoren auch den Verzicht auf Nikotin und Alkohol umfasst, so wird man sich auf Dauer über einen vitalen, leistungsfähigen und optisch ansprechenden Körper sowie einen optimal funktionierenden Geschlechtstrieb freuen können.

Kategorie: Sexualität Stichwörter: , , ,

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2 Responses to "Geschlechtstrieb wieder ankurbeln"

  1. Marcus Graf sagt:

    Schöner Artikel, ich glaube das Problem kennen viele Kraftsportler, gerade wenn sie noch dazu auf Wettkämpfe gehen. Gerade im Kaloriendefizit hat man nach ner weile echt keine Lust mehr drauf, deshalb halte ich auch echt nichts von Defiphasen und probiere meine Muskeln gleich sauber aufzubauen.

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