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Cholesterin

Der Anteil von Cholesterin im Blut – der Cholesterinspiegel – kann zu hoch oder zu niedrig sein. Doch nur ein hoher Cholesterinwert stellt einen Risikofaktor dar und kann für Erkrankungen der Gefäße mitverantwortlich sein. Cholesterin ist in allen tierischen Lebensmitteln enthalten, in recht unterschiedlichen Mengen. Besonders Hühnereier enthalten viel Cholesterin, aber auch die Innereien wie Rinderleben und auch Leberwust. Pro Tag nehmen die Menschen in den Industrienationen zwischen 300 bis 500 mg Cholesterin mit der Nahrung auf. Darüber hinaus produziert der Körper auch Cholesterin, in der Leber und im Darm und jede Zelle enthält Cholesterin, beispielsweise in der Zellwand. Cholesterin ist auch die Ausgangssubstanz für Hormone, Gallensäuren und Vitamin D. Der Körper versucht dabei den Cholesterinwert in einem konstanten Gleichgewicht zu halten: Wenn viel Cholesterin aufgenommen wird über die Nahrung, produziert der Körper entsprechend weniger. Gedrosselt wird dabei die Produktion in der Leber. Mit zu vielen gesättigte Fettsäuren und Cholesterin in der Nahrung wird der Körper aber nicht fertig. Es wird hier unterschieden in HDL-Cholesterin (“gutes” Cholesterin) und LDL-Cholesterin (“schlechtes” Cholesterin). Wenn das Cholesterin nicht verarbeitet werden kann, dann liegt in den meisten Fällen eine familiäre Hypercholesterinämie vor. Zu hoch ist der Cholesterinspiegel bei Menschen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren wenn er Gesamtcholesterin-Wert von 240 mg/dl und einen LDL-Wert von 145 mg/dl überschreitet.

Symptome

Es kann eine ganze Weile vergehen, bis eine Hypercholesterinämie Symptome verursacht. Meist zeigt nur eine Blutuntersuchung, dass ein hoher Cholesterinwert vorliegt. Erst später, wenn die hohen Cholesterinwerte unentdeckt bleiben würden, zeigen sich die ersten sichtbaren Symptome in der Haut, und zwar im Bereich der Augenlider als gelbliche, leicht erhabene Lipid- bzw. Cholesterineinlagerungen. Auftreten kann auch eine weiße Trübung am Rand der Hornhaut des Auges. Weitere typische Hypercholesterinämie-Symptome sind orange-gelbe, knotige Fettablagerungen in der Haut an Armen, Beinen, am Gesäß und an den Händen. Bei der Normalisierung der Cholesterinwerte bilden sich diese Irritationen wieder zurück. Ein jahrelanger hoher Cholesterinspiegel kann letztlich auch zur Arterienverkalkung oder Arteriosklerose führen und erhöht auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Therapie und Prävention

Allgemeine Maßnahmen wie der Verzicht auf Nikotin und das Halten des Gewichts sind gute Präventionsmaßnahmen, ebenso wie eine regelmäßige körperliche Aktivität. Diese Rauchen und der Konsum von Alkohol sollten indes eingestellt werden, wenn hohe Cholesterinwerte vorliegen. Vor allem heißt es für die Betroffenen, auf eine fett- und cholesterinarme Ernährung achten und sich ausreichend bewegen. Gegen hohe Cholesterinwerte können aber auch Medikamente helfen. Hierbei kommen vor allem Statine zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um Medikamente aus der Gruppe der CSE-Hemmer, die die körpereigene Produktion von Cholesterin blockieren, wodurch die Zellen vermehrt LDL-Cholesterin aus dem Blut aufnehmen. Das Risiko für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt in diesem Fall auch.

Kategorie: Ernährung Stichwörter: , ,

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